Oldtimerzunft Guntersblum


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Der Dreck muß weg

Dreck weg Tag(e)

Oldtimerzunft Guntersblum


Ja man kann einen Eimer Farbe über die alten Schichte mit Dreckeinlagerungen schütten, damit wird jedoch nichts besser. Der alte Lack muss einfach zum Problemmüll gebracht werden. Ob das mit einer teuren Sandstrahlung passiert, Drahtbürste oder chemisch das müssen die Gegebenheiten bestimmen. In unserem Fall waren sowohl für teures Geld lackierte Teile als auch übel gestrichene Teile verbaut, dies hat die Sache nicht leichter gemacht. Zudem waren an den lackierten Teilen auch noch Brandflecken von völlig sinnbefreiten Schweißarbeiten, um z.B. eine Schraube an ein lackiertes Bodenblech anzubringen. Man kann auch ein Loch bohren und diese durchstecken, oder man holt sein Schweißgerät und brät die dann unter hohen Verlusten fest. Ja da fehlen mir die Worte, wie blöd kann man sein?

Was das Ganze auch noch langwierig macht sind die Mischungen aus lackierten Teilen und den mit Farbe misshandelten Teilen, so ist nur Stück für Stück voranzukommen. Beim Zerlegen fielen dann auch Teile auseinander, beim näheren Hinsehen waren Schnitte mit der Trennscheibe sichtbar, an der Stelle hätte auch etwas mechanischen Grundverständnis einiges Unheil vermieden. Als an den von der Farbe befreiten Teilen das Metall sichtbar wurde war es dann Zeit die Beschichtung beginnend mit der Grundierung aufzubringen. Ein gutes Gefühl stellte sich ein als der hintere Teil in Deutzgrün (RAL 6002) erstrahlte. Mit dem vorderen Teil wurde ebenso verfahren und ausgeschlagene Buchsen ausgetauscht. Für die Hauben und Tank war der Aufwand etwas höher, fillern und schleifen ist schon aufwendig. Die Lackierung sollte eines historischen Schleppers würdig sein, so arbeiteten wir mit der Schaumstoffwalze. Das Ergebnis ist keine Lackierung nach Art des heutigen Automobils sondern es erinnert an die Schlepper der 50er Jahre. Auch sollten nicht alle Gebrauchsspuren verschwinden, da diese ja die Seele des Fahrzeugs sind. Es ist ein richtiges Bündel Vergangenheit auf dem Weg in die Zukunft, Viel Arbeit und Diskussionen pflasterten den Weg, aber es hat sich gelohnt.

 
  Bericht   Marco Henkel
  Fotos   Gunther Schüttler
      

Schicksalsjahre eines Schleppers

 

Der Motor



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